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Biografie

Künstler
Adolf Schreyer (1828 Frankfurt a.M.- Kronberg 1899)

Schreyer wurde als Sohn des aus Speyer stammenden Weinhändlers Peter Schreyer und seiner Frau Maria Salome geboren. Er kam mit 15 Jahren ans Städelsche Kunstinstitut und wurde dort zusammen mit Anton Burger, Jakob Maurer und Philipp Rumpf Schüler u.a. von Jakob Becker und Johann David Passavant. Schreyer studierte dort bis 1854, nur unterbrochen von einigen kurzen Aufenthalten an den Kunstakademien in Düsseldorf, München und Stuttgart. 1854 verließ Schreyer Frankfurt und schloss sich bis 1856 als Freiwilliger der österreichischen Armee im Krimkrieg an. Anschließend fungierte er als Reisebegleiter für Prinz Emmerich von Thurn und Taxis auf dessen Reise durch Ungarn, Rumänien und Russland.

1856 ging Schreyer nach Paris, im darauffolgenden Jahr nach Bukarest und kehrte für einige Zeit zu seinem Regiment zurück. Ende 1857 kehrte Schreyer nach Frankfurt zurück und besuchte auch seine Freunde in der Kronberger Malerkolonie. Von hier aus unternahm er 1861 eine längere Reise nach Paris und Algier. Seit dem Winter 1861/62 lebte Schreyer in Paris.[1] Er blieb bis 1870 durchgehend in Frankreich, nur unterbrochen von einigen Reisen in den Nahen Osten. Ähnlich wie sein Zeitgenosse Eugen Bracht wandte er sich zeitweise dem Orientalismus zu, was zu seiner Bekanntheit wesentlich beitrug.

1872 erwarb Schreyer ein Haus in Kronberg und verlebte nun bis an sein Lebensende die Sommer im Taunus und die Winter in Paris. 1895 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Kronberg ernannt. Er starb 1899 im Alter von 71 Jahren. Im gleichen Jahr stellte die Nationalgalerie in Berlin anlässlich einer Gedächtnisausstellung 150 seiner Werke aus.


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