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Biografie

Künstler
Franz Lenk Langenbernsdorf 1898 - 1968 Schwäbisch-Hall

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler und Lithograph von 1912 bis 1915 nahm Franz Lenk 1916 ein Malerei-Studium bei Richard Müller und Ludwig von Hofmann an der Dresdner Akademie auf. Lenk wurde zum Kriegsdienst eingezogen. Er führte seine Studien ab 1922 bei Richard Dreher, Ferdinand Dorsch und Max Feldbauer fort. 1924 bis 1925 studierte er bei Robert Sterl.

Nach seiner Übersiedlung 1926 nach Berlin war Lenk 1928 Mitbegründer der Gruppe „Die Sieben“ mit Theo Champion, Adolf Dietrich, Hasso von Hugo, Alexander Kanoldt, Franz Radziwill und Georg Schrimpf. 1929 war Lenk Mitglied im Verband Berliner Künstler, 1936 Vorstandsmitglied der Berliner Secession und 1937 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. 1933 nahm er an der umstrittenen und von den Nationalsozialisten zeitweilig geschlossenen Ausstellung 30 Deutsche Künstler in der Galerie Ferdinand Möller in Berlin teil. Eine Studienreise führte Lenk 1934 zusammen mit Otto Dix in den Hegau. Im Jahr darauf folgte eine Doppelausstellung von Franz Lenk mit dem damals verfemten Otto Dix in der Galerie Nierendorf Berlin. Franz Lenk gehörte zur ersten Generation der Neuen Sachlichkeit in Dresden.

1933 wurde sein Sohn, der spätere Bildhauer Thomas Lenk, geboren. 1934 gehörte Lenk zu den Unterzeichnern des Aufrufs der Kulturschaffenden.[1] Von 1933 bis 1936 war Franz Lenk Mitglied des Präsidialrates der Reichskammer der bildenden Künste. Ebenfalls 1933 erfolgte die Berufung als Professor an die Vereinigten Staatsschulen in Berlin. Lenk setzte sich für verfolgte Kollegen ein, verweigerte 1937 eine Beteiligung an der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst und legte sein Lehramt an den Vereinigten Staatsschulen aus Protest gegen die Diffamierung von Kollegen und gegen die repressive „Kunstpolitik“ im „Dritten Reich“ nieder. Lenk zog sich 1938 nach Orlamünde in Thüringen zurück. 1944 zog er nach Württemberg. 1950 erhielt er einen Lehrauftrag am Carnegie Institute in Pittsburgh. 1959 ließ sich Lenk in Schwäbisch Hall nieder, wo er Kulturbeauftragter der Stadt wurde.

Franz Lenk war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[2]


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