Zurück

Biografie

Künstler
Peder Mork Monsted 1859 Grenaa - 1941 Fredensborg

Peder Mønsted war der Sohn des wohlhabenden Schiffsbauers Otto Christian Mønsted und seiner Frau Thora Johanne Petrea Jorgensen in Ostjütland. Er hatte einen älteren Bruder namens Niels. Peder Mønsted erhielt schon als Junge Malunterricht an der Kronprinz Ferdinand Zeichenschule in Aarhus bei Andreas Fritz und studierte von 1875 bis 1878 an der Kunstakademie Kopenhagen bei Julius Exner. Schon während seiner Studienzeit beeinflussten ihn die Werke von Christen Købke und Pieter Christian Skovgaard, einem Maler der Romantik und eine Hauptfigur des Goldenen Zeitalters der Dänischen Malerei.[1] Im Jahre 1878 verließ Mønsted die Akademie, um bei Peder Severin Krøyer zu lernen. Krøyer ist einer der bekanntesten Skagen Maler, einer dänischen, in Skagen ansässigen Künstlergemeinschaft.[2]
Im Jahre 1882 reiste Peder Mønsted über Deutschland nach Rom und Capri, wo ihn das mediterrane Licht, die Helligkeit des Sonnenlichts und das Leuchten der Farben beeindruckte. Nach einem finanziellen Engpass in der Schweiz konnte er durch den Verkauf einiger Werke seine Reise nach Paris fortsetzen. Dort arbeitete er bis 1883 im Atelier von William Adolphe Bouguereau, dem populären Pompier-Maler, der später auch Lehrer von Henri Matisse werden sollte. Bei ihm lernte Mønsted vor allem einen freieren Umgang mit dem Pinsel, was zu einem leichteren und lebendigeren Charakter seiner Werke geführte.[3]
Als Mønsted wieder in Kopenhagen war, setzte er seine Lehrzeit einige Monate in der Freien Studienschule fort, die als Studiumsergänzung angeboten wurde. Durch die Vermittlung von Krøyer bekam er die Möglichkeit in den Räumen des Kunstnerforening af 18. November auszustellen, dem ersten Kunstverein Dänemarks.[4]
In den folgenden Jahren reist Mönsted fast ununterbrochen: In Italien besuchte er unter anderem Rom, Venedig, den Gardasee und Ravello, in Frankreich Paris und in Monaco Monte Carlo. In der Schweiz hielt er sich mehrmals im Winter im Engadin auf. Er reiste 1889 nach Algerien.[5] Drei Jahre später ging er nach Griechenland, wo er 1892 ein halbes Jahr Gast der griechischen Königsfamilie war, die er auch porträtierte.[6] In Ägypten malte er die Pyramiden von Gizeh. 1892 besuchte er die andalusische Stadt Cádiz.
Von seinen Reisen brachte Mønsted viele Motive mit, die er im Atelier ausarbeitete und auf den großen internationalen Verkaufsausstellungen anbot. Ab 1874 stellte er regelmäßig in Kopenhagen aus, aber auch in Lübeck und Paris. Bereits vor 1900 war er in Deutschland bekannt für seine stimmungsbetonten Landschaftsdarstellungen, die er auf den großen Kunstausstellungen in Berlin und im Münchener Glaspalast präsentierte. Beim Publikum in München, wo er regelmäßig ausstellte, hatte er großen Erfolg. Selbst die eher routinemäßigen Arbeiten ließen sich dort gut verkaufen.


Alle Werke